Konzept, Piazza Pascoli


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Piazza Pascoli
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Konzept, Piazza Pascoli


Piazza Pascoli Städtebau
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KONZEPTUALISIERUNG

Der zu requalifizierende Bereich war nicht klar definiert: An den Rändern nicht genug abgeschlossen, um ein Platz zu sein, nicht groß genug, um eine Erweiterung zu sein, nicht nah genug am Zentrum und um Attraktivitäten zu bieten (auch was gewerbliche Tätigkeiten in der Umgebung betrifft). Wir befanden uns vor einer städtischen Zone, die je nach Verwendung und Zeit unterschiedlich gewichtet wird: Der Eingang der Schüler der Schule am Morgen, der Zutritt zum Fitness-Studio am Nachmittag und ein Mülltrennungssystem im Souterrain, eine öffentliche Apotheke und einige gewerbliche Aktivitäten.

Die Zone präsentierte sich als klassischer Falle eines "Transitraums", um einen Begriff des Buchs Nicht-Orte von Marc Augé zu verwenden. Einführung in eine Anthropologie der Übermodernität (Eleuthera, 2005): "Ein Ort hat eine Identität, kann sich als geschichtlich bezeichnen und verbindet; ein Raum, der keine Identität hat, weder geschichtlich ist, noch verbindet, ist ein Nicht-Ort."

In einer derartigen Situation, in der Personen einen "Nicht-Ort" schnell durchqueren, um ihr Ziel zu erreichen oder tägliche Tätigkeiten zu verrichten, schien uns eine "situationistischer" Ansatz (wie bei der künstlerischen Bewegung Situationistiche Internationale in den 60ern) am geeignetsten. Uns fiel eine Passage des Textes von Guy Debord in seinem Buch Die Gesellschaft des Spektakels ein (Baldini Castoldi Dalai, 1997): "Die Unterschlagung ist die Umkehr der geknüpften Beziehungen zwischen den Konzepten, die durch die Wiederaneignung geschieht." Diese Umkehr, dieser Wechsel der räumlichen Hierarchien und angenommenen Verhaltensweisen kann mittels der Schaffung von Events stattfinden, die ein Ungleichgewicht herbeiführen, erstaunen und außergewöhnlich sind.

Und welcher Gegenstand, der von der Verwendung, der Zeit und den Konventionen eingenommen ist, ist verschlüsselter als eine Bank: Ein Objekt, das geschaffen wurde, m sich zu setzen, zu reden, zu lesen, zu beobachten und zu betrachten. Wir haben uns also gedacht, dieses assimilierte Objekt, welches im Gedanken und im Gedächtnis "standardisiert" ist, zu nehmen und es zu "einem anderen Gegenstand" zu machen, es umzukehren, so wie Marcel Duchamp ein Pissoir nahm und es zu einer Skulptur machte, indem er den von ihm angenommenen, semantischen Wert veränderte und es in etwas verwandelt hat, das "von selbst anders" ist. Wir haben eine gerade Bank genommen und haben sie mit den modernsten Techniken der dreidimensionalen Planung modelliert: Wir haben sie niedrig und breit im Bereich des Schuleingangs gestaltet, damit die Kinder dazu angeregt werden, darauf zu steigen, sich zu setzen und sich zu kauern; wir haben sie im mittleren Bereich schmaler gemacht, damit sie durch die Lehne, die sich immer mehr nach oben zieht "formaler" wird, bis die Position desjenigen zu stützen, der sich setzt; wird haben sie erneut erweitert und im finalen Teil geglättet, damit sie sich wie ein Liegestuhl anpasst, um weniger formale Verhaltensweisen vorzuschlagen (wie sich zu sonnen oder die Spielereien von Kindern zu stimulieren, die die Rückenlehne als Rutsche benutzen können und sie "besteigen" können).

Die neue Bank wird ein weiches, gewundenes, spielerisches Objekt, ohne Kanten: Sie hat kein einschüchterndes oder strenges Aussehen, sondern erscheint fast wie eine Kräuselung des Bodens. Ihre Oberfläche setzt sich am Boden fort und schneidet sich mit dem Gefüge des Bodenbelags.

TECNOLOGIE

Die Wettbewerbsauschreibung verlangte die Verwendung keramischer Materialien: Wir dachten, dass sich das Mosaik auf der Sitzfläche wie eine Art Gewebe verhalten könnte, nachdem es sich an verschiedene volumetrische Situationen der Oberfläche anpassen kann.

Für den Bodenbelag haben wir Keramikplatten von 40x80 cm verwendet: Die Kollektion Ecotech/ von Floor Gres, die mit einer eingetragenen Masse, die Reste der industriellen Herstellung recycelt, hergestellt wird. Bedenken Sie die Ausmaße des Platzes, 1200 m2; die Herausforderung was es, diesen Boden ohne sichtbare Verbindungen und mit einem maximalen Abstand von 1 m zu verlegen (eine stark reduzierte Fuge, wenn man die starken Wärmeausdehnungen bedenkt, denen ein Bereich im Freien ausgesetzt ist, und die Abmessungen der Platten bedenkt).



 
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